Ruth en argentinia

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Die ersten Eindruecke

Erste Eindrücke oder wie meine vorstellung von Südamerika an Realität gewann:

Südamerika. Also um ehrlich zu sein habe ich mich nie so richtig mit diesem Kontinent auseinandergesetzt. Er liegt unter Nordamerika, fast der ganze Kontinent spricht Spanisch, ich hatte mal gehört, dass dieser Kontinent verhältnismässig wenig Einwohner hat und dass er mit Armut zu kämpfen hat. Im Spanischunterricht hatten wir dann eine Einheit über Strassenkinder in Südamerika, wo ich einw enig mehr über die Nöte und das Unglechgeweicht zwischen Arm und Reich lernte. In diesem Zusammenhang sprachen wir auch über die hohe Kriminalität und dass vorallem die Grossstädte in Südamerika nicht ganz ungefährlich sind.
Auf dem fsj Vorbereitungsseminar kamen dann weiter Dinge auf mich zu. Vorträge, wie man dich vor Überfall o.ä. schützen kann. Keine Handdatschen mitnehmen, möglichst keine Rucksäcke, gerade als Frau nicht alleine raus gehen, vorallem abends...
Ausserdem musste ich auch einen Vortrag über Argentinien halten, für den ich mich natürlich auch vorbereiten musste. Ich hatte erarbeitet, dass die Südamerikaner ziemlich offen sind, keine Berührungsängste haben, viel Mate trinken... Ich weiss nicht warum, aber irgednwie dachte ich bei Südamerika auch immer ein bisschen an Afrika. Nicht generell, aber in dem Sinne, dass ich dachte, Südamerikaner wären auch so voller Enthusiasmus wie Afrikaner, mit Rhythmus im Blut... Also dachte ich auch, mich würde eine ganz andere Art Gemeinde erwarten. Generell eine einerseits ziemlich andere aber doch wieder ziemlich ähnliche, wie in Deutschland (was Essen, wohnen etc. angeht).
Von diesen ganzen Punkten beeinflusst sah meine Vorstellung von Südamerika so aus: In den Grossstädten sehr viele Strassenkinder, wenn man in de Stadt kommt, sieht man viele heimatlose Kinder, die einfach so herumstreunen und sich abneds ein Plätzchen zum schlafen suchen. Die einen tagsüber mit grossen, erwartungsvollen Augen anschauen. Grosse Unterschiede zwischen Arm und Reich, teilweise direkt nebeneinander. Ein reiches Haus direkt neben einer Bruchbude (nicht überall aber in manchen Gebieten). Aus dieser Armut heraus gezwungen auch viel Kriminalität; Handtaschen werden gestohlen, Überfälle.. Natürlich nicht ununterbrochen. Auch dachte ich, ich werde sher sehr selten allein unterwegs sein, gerade wenn es dunkel ist.
Warscheinlich können viele diese Meinung oder Vorstellungen mit mir teilen. Man hört so viel und hat eigentlich keine richtige Ahnung, weil man ja doch selber nie dort war. Warscheinlich die Vorstellungen eines nichts-wissenden Europäers bzw. Deutschen, der nur seine westliche Welt kennt

Die Realität:

In den ersten Tagen in Córdoba musste ich feststellen, dass doch einiges ziemlich anders war, als ich es mir vorgestellt hatte...
Zwar sah ich viele Slums auf dem Weg vom Flughafen zu der Wohnung, wo ich die nächsten Tage wohnen sollte, aber mehr im Zentrum war davon kaum noch etwas zu sehen. Die Gebäude waren zwar teilweise nicht mehr die neuesten, aber dennnoch fast alle bewohnbar Die Wohnung für die Shortterm´ler (Kurzzeitler) ist sehr sher schön eingerichtet; ziemlich deutsch/schweizerisch. Aber sehr gemütlich, man kann sich dort einfach wohlfühlen. Zum Vergleich, es könnte jede Wohnung in Deutschland sein.
Als ich ankam gab es erstmal Essen. Zu meiner Verwunderung war das Essen sehr europäisch udn auch in den folgenden Tagen musste ich feststellen, dass ich in meiner Zeit hier nicht allzuviele landestypische Gerichte kennen lernen werde. Auch stellte ich mir in den ersten Tage die Frage, ob die USA wirklich (wie man so oft behauptet) den ersten Platz bei der Fastfoodernährung gewinnt, denn Argentinien ist mindestens genausogut.
Da das Essen nicht soo anders ist als in Deutschland, ist auch der Supermarkt nicht so anders. Man bekommt ALLES, was man brauch und möchte.
Bei meinem ersten „Ausflug“ ins Zentrum von Córdoba war ich wirklich erstaunt keine Strassenkinder zu sehen. Das war wirklich ein grosser Unterschied zu dem, wie ich es mir vorgestellt hatte. Man sagte mir auch, dass man kaum Kinder finden wird, die wirklich auf der Strasse leben. Die meisten leben in den Vorstadtgebieten in den Slums. Hütten aus Bellblech, Pappwänden und alles voller Müll. Auch nicht viel besser.... Was hingegen ich sehr viel sah, waren eine Art „Pferdekarren“. Davon waren überall welche zu sehen in der Stadt. Die Menschen aus den Slum-Siedlungen fahren jeden Abend mit diesen Karren durch die Stadt um nach „brauchbarem Müll“ zu suchen, mit dem sie sich ihr tägliches Brot verdienen können.
Aber das Stadtzentrum selber ist sehr sehr schön. Sehr sauber, viele Geschäfte (C&A gabs auch ) und im wörtlichen „Zentrum“ ist ein „Plaza“ mit einem Steindenkmal, Bänken und etwas Grün drumherum. Wirklich schön. In diesem Punkt muss ich sagen, dass sich meine Vorstellung bestätigte. Ein Land von Unterschieden... Einerseits eine solche Armut, andererseits diese wunderschönen Seiten der Stadt.
Mein erster Gottesdienst: Ich war wirklich sehr gespannt, wie das wohl werden würde. Ob er (ausser dass alles auf Spanisch ist) sehr anders sein würde als in Deutschland? Sicher, denn die Lateinamerikaner haben ja Rhythmus im Blut. Zu meiner Verwunderung war der Gottesdienst ziemlich „deutsch“. Was anders war, ich glaube es gab kein Lied, wo nicht geklatscht wurde. Rhythmus gab es schon in der Gemeinde und es wurde fröhlich udn laut mitgesungen, aber die Lieder selber waren wie die deutschen Lieder. Auch der restliche Gottesdienst war so „normal“. Nicht, dass es mir nicht gefallen hätte, aber ich hätte schon gedacht, dass es sehr anders wäre. Aber diese Gemeinde hätte jede Gemeinde in Deutschland sien können. (Trotzdem sehr schön,. Nciht falsch verstehen).
Noch in Deutschland dachte ich oft drüber nach, wie es wohl mit der Kriminalität wäre. Ob ich meist ohne Handtasche unterwegs sein werde und auch fast immer in Gemeinschaft mit anderen oder wie das wohl laufen würde. Etwas verwundert war ich schon, dass eigentlich alle und immer Handtaschen dabei ahtten und auch alleine unterwegs waren. So war es bei mir natürlich auch. Mehr als einmal zog ich ei9nfach mal alleine los ins Zentrum oder ähnliches. Abends unternahm ich nicht allzugrosse Reisen, aber ich bin eigentlich, als die anderen Shorties weg waren, immer allein unterwegs gewesen. Und ich lebe noch immer
Auch was die Kultur angeht (beim ersten Eindruck) gibt es, klar, ein paar Unterschiede, aber doch nicht allzugrosse. Die Mentalität ist schon anders. Man begrüsst sich stets mit Küsschen auf die Wange und kommt auch schnell mit ihnen ins Gespräch, aber viel auf der Oberfläche.
Das sind so die Dinge, die mir in den ersten Tagen aufgefallen sind. Sicher werde ich in in der nächsten Zeit noch viele andere Unterschiede kennen lernen. In Paraguay war wieder ziemlich vieles anders. Aber dazu in einem anderen Bericht mehr.
6.11.06 19:12
 


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