Ruth en argentinia

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Rundbrief Nr. 4/ Dezember 06

Hallo liebe Freunde, Verwandte und Bekannte!
Nun ist bald wieder ein Jahr vergangen. Ein Jahr, das für mich voller Veränderungen war. Plötzlich nahm meine Schulzeit, die 13 Jahre meines Lebens ausmachte, ihr Ende, wichtige Entscheidungen standen mir bevor. „Was kommt danach?“ „Werde ich für ein Jahr nach Argentinien gehen, auch wenn das Geld nach menschlichem Verstand nicht zu reichen scheint?“ „Lasse ich für ein Jahr alle meine Sicherheiten los (Familie, Freunde, gewohnte Umgebung)?“ Dann das „neue Leben“ hier in Südamerika, 1000de km entfernt von allem, was mir lieb ist, eine neue Sprache, neue Menschen, neue Kultur und vielen, vielen Eindrücken und Erfahrungen. Wenn ich so zurückblicke, ein sehr, sehr interessantes Jahr. Und wenn ich über all die Führung und Kraft, die Gott mir geschenkt hat nachdenke, merke ich einfach, dass viele von euch für mich Gebetet haben! Ich habe Gott dieses Jahr wirklich auf viele neue Arten kennen lernen dürfen! Aber nun zum aktuellen Stand der Dinge:

Der letzte Monat
Wie ihr ja sicherlich alle mitbekommen habt, bin ich mit einem kleinen, interessanten Erlebnis (siehe auch Homepage) gut in Córdoba angekommen. Und kaum hier angekommen gings auch schon fast wieder los zum Shortie-Wochenende in den Sierras, das wunderschöne Bergland Córdobas. Dort haben wir mit allen Shorties, die gerade beim CEC sind (8), unserem Ansprechpartner (Jörg) und 2 anderen 3 schöne und wirklich wertvolle Tage verbracht. Ausser der wunderschönen Natur, einem Swimming-Pool und viel Spass hatten wir auch viel Zeit um uns Auszutauschen. So hatte jeder die Möglichkeit zu erzählen, was er in den letzten Monaten an seinem Einsatzort (einige waren im Kinderheim, im CEC-Büro in Argentinien oder im CEC-Büro in Paraguay) erlebt hat und welche Erfahrungen er gemacht hat. So konnten wir uns gegenseitig zuhören, aufbauen und vor allem voneinander lernen. Es war wirklich ein richtig tolles Wochenende!

Wo die Ruth wohnt und was sie im CEC eigentlich macht
Wie ich ja schon mehrmals erwähnt habe, wohne ich bis ca. Februar in einer deutsch/schweizerischen Familie (Familie Segnitz). Und extra zu Weihnachten habe ich auch eine „Neuigkeit“ für euch. Ich habe seit einigen Wochen einen Freund. Er heisst Samuel und wir sind schon ein Herz und eine Seele. Am
liebsten mag er es von mir durchs ganze Haus getragen zu werden, denn er ist 4 Monate alt und das jüngste von den 4 Kindern der Segnitz Ich fühle mich bei ihnen wirklich sehr wohl, auch wenn mit 4 Kindern (6 Jahre, 4 Jahre, 3 Jahre und 4 Monate) immer was los ist. Ob es Spiele spielen ist, mit den Kindern in den Swimming-Pool gehen, den Kleinen herumtragen oder der Mutter einfach beim Spülen etc. helfen.
Im CEC hier in Córdoba läuft gerade alles auf Hochtouren so kurz vor der Schulungskonferenz CIMA (13. bis 19. Januar). Die letzten Teilnehmer melden sich an, die letzten Programmpunkte müssen geplant werden, hier gibt’s noch was zu tun, da fällt noch was an. Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie das ist so kurz vor einer Konferenz mit rund 1000 Leuten. Da gibt es wirklich genug zu tun. Ein Teil meiner Aufgabe ist im Moment die Arbeit am Bühnenbild. Ich habe Berge geklebt, gedrahtet, bekleistert, bemalt etc, denn CIMA heißt schließlich Bergspitze bzw. Gipfel. Ansonsten helfe ich, wo ich gerade gebraucht werde, ob es Kleinigkeiten einkaufen, für alle Mitarbeiter im CEC kochen oder Daten in den Computer tippen ist. Ich versuche den Mitarbeitern die Hilfe anzubieten, so gut es nur geht, denn sie haben wirklich alle sehr, sehr viel zu tun. Manchmal gibt es auch keine Aufgabe, die ich erledigen könnte, dann gehe ich von Büro zu Büro und besuch die Leute um sie kurz ein wenig von ihrem Arbeitsberg abzulenken

Weihnachten
Das ist sicher eine Frage, die ihr euch alle stellt: Wie hat Ruth wohl Weihnachten verbracht? Es war auf jeden Fall anders als sonst. Erstmal war es für mich das erste Weihnachten ohne meine Familie… Dann fehlte das kalte Wetter, stattdessen waren es ca. 25-30Grad. Der Weihnachtsbaum war auch eher ein Weihnachtsstrauss als ein Baum Es gab einige Dinge, die mir wirklich gefehlt haben, weil sie für mich bei Weihnachten einfach dazu gehören, aber trotzdem war es ein richtig schöner Abend. Ich war bei Alejandra (eine von den CEC-Mitarbeitern) und ihrer Familie eingeladen. Erstmal gab es ein richtig leckeres Essen und danach haben wir während einigen Spielen gemütlich zusammen gesessen und geredet. Bescherung gibt es hier erst um 12 Uhr nachts und danach gings auf zum Feuerwerk, denn das darf Heilig Abend nicht fehlen. Danach geht das gemütliche zusammensitzen noch weiter oder man trifft sich noch mit Freunden um zu feiern. Ich war um ca. 3 Uhr im Bett, was für die hiesigen Verhältnisse schon relativ früh ist. Ein wirklich anderes aber trotzdem interessantes Weihnachten.

Persönliches
So langsam kehrt für mich „Normalität“ ein. Meine Heimat ist für die nächsten Monate hier in Südamerika. Es ist nicht mehr seltsam, dass alle Welt Spanisch spricht, der chaotische Verkehr ist nichts Besonderes mehr und viele der anfangs so neuen und ungewohnten Dinge sind mittlerweile einfach normal. Und ich fühle mich in dieser „Normalität“ wirklich wohl. Auch ein richtig starkes Heimweh blieb bis jetzt aus. Aber gerade in den letzten Wochen merke ich, wie ich „meine“ Leute aus Deutschland schon ein bisschen vermisse, denn gerade in den letzten Wochen wünsche ich mir manchmal einfach jemanden, mit dem ich reden könnte. Die Zeit, in der ich bei den Segnitzes wohne, ist teilweise eine echte Herausforderung für mich, da ich oft an meine Kindheit zurück denken muss und mich mit ihr auseinander setzen muss. Ich weiß, dass es sehr gut ist, aber manchmal auch nicht ganz einfach und gerade dann wünsche ich mir manchmal jemanden, mit dem ich einfach mal drüber reden kann. Aber ansonsten geht es mir wirklich total gut! Habe stets nette Leute um mich herum und immer was zu lachen

Gebetsanliegen
Dank :
- also mit der Sprache klappts jetzt schon wirklich ziemlich gut!
- Die Finanzen, die in den letzten Wochen eingegangen sind
- Die Resultate, die wir schon bei vielen CIMA-Vorbereitungen sehen durften.
- Dass ich mich hier in Córdoba schnell einleben konnte und mir auch „zu Hause“ bei den Segnitzes nie langweilig ist *lach*

Bitte:
- noch immer fehlt eine Menge Geld…
- so langsam muss ich mich entscheiden, was nach dem Jahr kommt und ich habe immer noch kein klares Bild vor Augen
- für die Mitarbeiter des CECs, die in den nächsten Wochen sehr, sehr viel zu tun haben werden, dass Gott ihnen genug Kraft für ihre Arbeit schenkt und die Planungen und Vorbereitungen wirklich segnet
- manchmal fällt es mir wirklich schwer wirklich alles an Gott abzugeben und mich auf Gottes Veränderung einzulassen, denn wenn Gott Wunden heilt, ist es nicht immer einfach… Ihr könntet dafür beten, dass ich mich voll darauf einlasse und vor allen Dingen alles an ihn abgebe!
- Für CIMA, dass es eine richtig gute Konferenz wird (Mitte Januar) und dass Gott zu den Jugendlichen redet!

Vielen Dank für all eure Unterstützung; finanziell, im Gebet, mit netten Briefen, Mail oder Anrufen. Ich freue mich wirklich immer sehr darüber und bin sehr dankbar, dass ihr hinter mir steht.
Wer mich gerne finanziell unterstützen möchte, kann meine Konto-nummer erfragen. Und wenn ihr mehr wissen wollt, schaut einfach bei www.myblog.de/ruth-en-argentina oder bei
http://www.cecweb.de/st/index.php (da findet ihr alle Shorties) rein.
Ich wünsche euch allen einen guten Übergang ins neue Jahr und einen gesegneten Jahresabschluss!
Meine Adresse ist noch die „alte".

Eure Ruth



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