Ruth en argentinia

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Rundbrief Nr. 2/ Oktober 06

Hallo liebe Freunde, Verwandte und
Bekannte!

Mit meinem ersten offiziellem Rundbrief aus
Südamerika möchte ich euch viele Grüsse
aus Paraguay schicken.
Wie schnell die Zeit vergeht! Nun bin ich
schon einen Monat hier in Südamerika, habe
schon viele Eindrücke gewonnen und
Erfahrungen gesammelt. Gerne möchte ich
euch daran teilhaben lassen.

Die Ankunft und die ersten Eindrücke in Córdoba/Argentinien:
“Dies ist also der Ort, wo ich die nächsten Monate leben werde.” Ich glaube, das war das Erste, woran ich dachte, als ich aus dem Flugzeug ausstieg. Ich war ziemlich aufgeregt, dabei hatte ich dazu eigentlich keinen Grund, denn ich wurde direkt von netten Leuten empfangen und herzlichst aufgenommen. Noch am gleichen Tag wurde ich mit ins “Neue Leben” reingenommen. Nach der Ankunft hiess es kurz etwas essen, duschen und ab zum CEC. Da ich vor lauter Aufregung gar keine Zeit hatte, müde zu sein, war das auch gar kein Problem. Mir wurden gleich ziiiiiemlich viele Leute vorgestellt. Spätestens da merkte ich,
dass ich nun wirklich in Südamerika bin (vorher hatte ich das noch nicht so ganz realisiert..), denn so gut wie alle um mich herum haben nur Spanisch gesprochen und obwohl ich Spanisch in der Schule 3 Jahre gelernt habe, verstand ich nur Bahnhof. Aber ich habe mich vom ersten Tag an sehr wohl gefühlt im CEC.
In den ersten Tagen war ich ziemlich überwältigt von Eindrücken und ich musste feststellen, dass vieles sehr anders ist, als ich es mir vorgestellt habe (wie man sich Südamerika halt vorstellt als Europäer ) Das Leben hier ist eigentlich doch schon ziemlich europäisch. Im Supermarkt bekommt man fast alles, was das Herz begehrt, Córdoba hat ein richtig schönes Zentrum und die Lebensart der Menschen zeigte mir, dass das westliche Leben hier schon ziemlich stark verbreitet ist. Ich musste auch feststellen, dass die Gottesdienste hier gar nicht so anders sind, als bei uns in Deutschland. Anders, als ich es eigentlich erwartet hatte.
Aber die Behauptung, dass Südamerika ein Kontinent mit zwei Gesichtern ist, hat sich bestätigt. Einerseits wie gerade beschrieben, der immer mehr zunehmende Wohlstand und
andererseits trotzdem eine grosse Armut. Am Standtrand von Córdoba findet man unzählige Slums. Jeden Abend sieht man die Menschen, die dort wohnen, mit ihren “Pferdekarren” durch die Strassen fahren um Pappe oder anderen brauchbaren Müll zu sammeln, um damit ihr tägliches Brot zu verdienen. Das zu sehen, gerade auch die vielen Kinder, die mit den Karren unterwegs waren, hat mich ziemlich erschüttert. Ich durfe auch einige (wenn auch bis jetzt eher wenige) Einblicke in die Kultur hier bekommen. Die Pünktlichkeit, die hier meist nicht ganz so pünktlich ist (*lach*) wird oft mit einer Runde Mate ausgefüllt. Mate ist ein Tee, der meist in Gemeinschaft mit anderen getrunken wird. in einem Holzgefäss wird immer wieder Wasser nachgeschüttet und aus einer Art Strohalm wird getrunken. Das wird in der Gruppe herum gereicht. Insgesamt kann ich sagen, dass meine ersten 10 Tage in Córdoba/ Argentinien sehr gut waren.

Das Centro Entrenamiento Cristiano und warum ich jetzt in Paraguay bin:
Es hat einige Tage gedauert, bis ich einigemassen einen Überblick über die Arbeit hier im CEC hatte. Das CEC hat seinen Hauptsitz in Córdoba. Desweiteren gibt es Büro in Chile und in Paraguay. Das CEC hat als Hauptziel, Jugendliche hier in Südamerika für Mission zu motivieren, ihnen die Notwendigkeit von Mission und der Menschen, die noch nicht von Gottes Liebe gehört haben, aufs Herz zu legen. Um dieses Ziel zu erreichen, veranstaltet das CEC jedes Jahr im Januar ein Campamento
(Schulungskonferenz) für Jugendliche. Diese Konferenz besteht aus 6 theoretischen Tagen, indenen verschiedene Themen wie Mission, Evangelisation, Jüngerschaft, etc. angesprochen werden. Ausserdem gibt es verschiedene Workshops indenen praktische Sachen wie z. B. Handpuppen spielen oder Pantomime
gelernt werden. Nach diesen 6 Tagen wird den Jugendlichen die Möglichkeit gegeben an einem 10-15 tägigen Praktikum teilzunehmen und selber Erfahrungen in Mission zu sammeln. Normalereise gibt es in jedem der 3 CEC- Länder ein Campamento. 2007 wird es zum erstenmal ein internationales Campmento (CIMA) für ganz Südamerika geben. Ich bin hier im CEC Paraguay mit einer anderen Shortie (Kurzzeitler) und unsere
Aufgabe besteht bis jetzt darin, CIMA in Gemeinden oder Schulen
vorzustellen und zu präsentieren. In den nächsten Wochen/Monaten werden wir ausserdem viele Erfahrungen in verschiedenen Bereichen sammeln. Ich werde mich hier einer Gemeinde anschliessen und versuchen, sie mit meinen Gaben so
gut es geht zu bereichern. Ausserdem werde ich warscheinlich einige Tage unter Indigenas (Ureinwohner Paraguays) verbringen und erleben, wie die Missionsarbeiten dort aussehen. Desweiteren werde ich vielleicht auch einige Tage an einer Schule dabei sein, die ein Missionar für sehr arme Familien gegründet hat. Ansonsten bin ich schon sehr gespannt, was auf mich zukommen wird.

Mein geistliches Leben:
Auch an meinem geistlichen Leben möchte ich euch teilhaben lassen, damit ihr über den wichtigsten Teil meines Einsatzes hier informiert seid. Gott hat mich in den letzten Wochen schon mehrmals in verschiedenen Bereichen herausgefordert und jedes Mal durfte ich spüren, wie er mir geholfen hat. Wenn ich mich auf ihn und auf seine Herrausforderungen einlasse, lässt er mich nicht einfach stehen und sieht zu, wie ich zurecht komme. Er gibt mir genau das, was ich brauche. Und er möchte, dass ich lerne. Immer wieder neu. Aufgaben zu übernehmen, die ich mir selber vielleicht nicht zutraue oder Situationen, die vielleicht eher unangenehm sind. Aber er gibt mir dazu stets, was ich brauche. Was für einen Gott haben wir! Ausserdem darf ich gerade auch ein anderes Leben kennen lernen. Hier in Paraguay ist der Lebensstandard schon etwas anders als in Deutschland und ich darf gerade lernen einfach dankbar zu sein. Dankbar, für das, was man hat und dass man mit weniger genauso fröhlich und glücklich sein kann. Ich bin sehr froh diese Erfahrung machen zu dürfen.

Gebetsanliegen:
Natürlich habe ich auch genug Gebetsanliegen, damit ihr nicht “arbeitslos” werdet :
Dank:
- für die gute und recht schnelle Eingewöhnungsphase
- für die netten Menschen, die Gott mir zur Seite gestellt hat
- für die Herrausforderungen, denen Gott mich schon gestellt hat, aber auch für die, die noch auf mich zukommen werden
- für all die Menschen, die im Gebet hinter mir stehen

Bitte:
- für die bevorstehende Entscheidung, welcher Gemeinde ich mich für die nächsten 3 Monate anschliessen werde
- für die Arbeit des CEC, die mir gerade in der Zeit hier sehr wichtig geworden ist (Jugendliche für Mission motivieren, sooo wichtig, denn es gibt noch soo viel zu tun in dieser Welt!!)
- für die Finanzierung dieser Zeit. Die Hälfte hat Gott schon Geschenkt (Danke!) und die andere Hälfte wird er auch noch schenken! Aber ihr könnt weiter dafür beten, dass Gott Herzen öffnet für diese Arbeit
- für das Spanischlernen, dass ich genug Geduld mit mir habe
- für meine Zukunft. Mir ist es sehr wichtig zu wissen, was Gott mit meinem Leben vor hat. Ihr könnt dafür beten, dass er mein Herz und meine Augen öffnet, dass ich erkenne, was er mit meiner beruflichen Zukunft vor hat
Danke, dass ihr mich immer wieder durch Grüsse, E mails, etc. spüren lasst, dass ihr so hinter mir steht, gerade im Gebet. Das merke ich total und weiss, wie es mich durchträgt. Ohne eure Gebete würde mir die wichtigste Unterstützung fehlen. Vielen Dank.
Wer sich mehr für das, was ich hier so erlebe interessiert, kann gerne mal unter www.myblog.de/ruth-en-argentina nachlesen oder mich ansprechen, dann schicke ich euch einige Berichte von meinen Eindrücken, Erlebnissen oder Erfahrungen per Mail. Ich freu mich schon riesig auf eure Mails, Post, Anrufe, etc...
Eure Ruth
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